schmeckt und weckt.
Eine ausgewogene Ernährung ist bei Kindern von 1 bis
6 Jahren für das Wachstum und die Entwicklung besonders wichtig. Das Skelett und die Muskeln werden aufgebaut und das Gehirn macht wichtige Entwicklungsschritte.
Ausgewogen essen heisst: Von allem essen. Sie können sich dabei an den Ernährungsempfehlungen für Kinder der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE) orientieren. Wenn Sie als Erwachsene sich ausgewogen ernähren, sind Sie ein gutes Vorbild für Ihre Kinder. Es ist auch ganz normal, dass Kinder unterschiedlich viel essen: Mal schlagen sie richtig zu und am nächsten Tag wollen sie von den zubereiteten Speisen fast nichts essen. Diese kurzfristigen Abweichungen haben keine Auswirkungen auf die Entwicklung des Körpergewichts. Zwingen Sie Ihr Kind nicht zum Aufessen!
Kleinkinder müssen sich erst an die Vielzahl der Speisen gewöhnen. Sie bleiben bei der Nahrungsmittelauswahl eher «auf der sicheren Seite». Am liebsten essen sie Speisen, welche sie schon kennen. Wird ihnen ein Lebensmittel angeboten, welches sie noch nicht kennen, reagieren sie oft skeptisch oder mit Abneigung. Dass Ihr Kind gewisse Lebensmittel oder Speisen nicht annimmt, ist ganz normal. Vor allem bei scharfen und salzigen Speisen reagieren Kinder oft mit Ablehnung. Nur die Vorliebe für Süss ist angeboren, alle anderen Geschmacksrichtungen muss Ihr Kind erst kennen und lieben lernen.
Haben Sie Geduld, gehen Sie liebevoll auf Ihr Kind ein und akzeptieren Sie, wenn es ein Lebensmittel nicht von Beginn an essen möchte. Bringen Sie die Speisen immer wieder auf den Tisch und essen Sie selber genussvoll davon. Wenn Ihr Kind sieht, dass die anderen Familienmitglieder die Speisen essen, so wird es dies nach kurzer Zeit auch tun. Es braucht durchschnittlich 10 bis 15 Begegnungen mit einer Speise, bis sie akzeptiert wird. Geben Sie Ihrem Kind Zeit, sich mit neuen Speisen «anzufreunden». Das Argument «Das ist gesund» ist für ein Kind meist kein Grund, es auch zu essen.
Kinder lernen am Vorbild. Sie beobachten, wie die anderen
Personen am Tisch mit Messer und Gabel umgehen. Oft
werden auch Vorlieben anderer Familienmitglieder übernommen. Mögen Sie als Mutter eine Speise nicht, so können Sie
von Ihrem Kind nicht erwarten, dass es diese Speise essen wird. Es lohnt sich, gemeinsam zu essen und sich für Mahlzeiten genügend Zeit zu nehmen.