Essen

in der Schwangerschaft und Stillzeit.


Eine ausgewogene Ernährung ist für Entwicklung und Wachstum des Kindes und die Gesundheit der Mutter von grosser Bedeutung. In der ersten Schwangerschaftshälfte ist vor allem die Qualität der Nahrung wichtig. In der zweiten Schwangerschaftshälfte ist auch ein leicht erhöhter Energiebedarf zu decken. Während der Schwangerschaft und der Stillzeit ist aber nicht nur der Energiebedarf erhöht, auch Eiweiss, Vitamine und Mineralstoffe braucht es deutlich mehr (bis doppelt so viel). Mit einer ausreichenden und abwechslungsreichen Ernährung kann dieser erhöhte Bedarf gut abgedeckt werden.

Eine abwechslungsreiche Ernährung während der Schwangerschaft und der Stillzeit wirkt sich positiv auf das Essverhalten des Kindes aus. Vorlieben für bestimmte Geschmacksrichtungen werden bereits während der Schwangerschaft und der Stillzeit geprägt. Lernt das Kind die Lebensmittel geschmacklich bereits im Mutterleib und über die Muttermilch kennen, so bevorzugt es diese Geschmacksrichtungen auch später. Sorgen Sie als Mutter während der Schwangerschaft und der Stillzeit für ein abwechslungsreiches Essen mit Gemüsen und Früchten, so wird Ihr Kind später vielen verschiedenen Lebensmitteln gegenüber aufgeschlossen sein.

Stillen und Übergewicht Stillen hat für die Mutter wie für das Kind viele Vorteile. Dem Kind wird die natürlichste und bestmögliche Ernährung geboten. Der Mutter hilft es, die während der Schwangerschaft aufgebauten Fettdepots wieder abzubauen. Stillen fördert die Mutter-Kind-Beziehung und wirkt sich positiv auf Körperfett und Normalgewicht von Mutter und Kind aus. Über einen Zeitraum von mehreren Monaten voll gestillte Kinder haben mit zwei Jahren einen niedrigeren Körperfettanteil als nicht voll gestillte Kinder.

Fachleute empfehlen, Kinder in den ersten sechs Lebensmonaten ausschliesslich zu stillen. Bis Ende des zweiten Lebensjahres können Sie neben einer angepassten Beikost weiter stillen. Ihr Kind muss die Umstellung von flüssiger zur breiigen Kost erst lernen. Nehmen Sie sich dafür genügend Zeit und ersetzen Sie während der Umstellung laufend jeden Monat eine Brustmahlzeit durch eine Breimahlzeit.